Das Leben

08
Jan

„Besser unromantisch, als arm“ – Frauen und die Rentenfalle

Rund 538 Euro Rente bekommt eine Bundesbürgerin derzeit ab dem 65. Lebensjahr vom Staat. Das reicht niemals zum Leben. Viele Frauen verlassen sich auf Ihren Ehemann – ein Trugschluss.
Frauen müssen selber sparen.

Immer noch übernehmen Frauen überwiegend die „Familienarbeit“ und tappen hierbei in die „Rentenfalle Kinder“. Das mag überzogen klingen, ist aber leider eine Tatsache, der sich die wenigsten Frauen stellen.
Frauen verzichten, zumeist durch die Kindererziehung, nicht nur zeitweise auf ein eigenes Einkommen, sondern sind oft „nur“ noch in Minijobs tätig. Dies führt zu einem minimalen Anspruch an gesetzlicher Altersrente. Hier ist dringend eine private Altersvorsorge erforderlich. Das Gefühl, kein spürbares „eigenes“ Einkommen zu beziehen, führt aber bei den Frauen  dazu, auf eine eigene Alterssicherung zu verzichten.
Der Mann und Verdiener schließt in der Regel ganz selbstverständlich eine zusätzliche private Rentenvorsorge ab. Die Frau dagegen, die ohnehin weniger aus der gesetzlichen Versicherung bekommt, verzichtet.

Tatsächlich gehört das Familieneinkommen beiden. Warum also nicht fair sein und daraus auch für beide vorsorgen? Die Frauen sollten hier einen Ausgleich für Ihre Familienarbeit in Form einer eigenen Vorsorge einfordern.

Oftmals höre ich in der Praxis dann die Aussage: „Ich habe doch meinen Mann und der bezieht später einmal genug Rente für uns beide“.
Wenn Sie dann noch mit ihm verheiratet sind.
Wenn ja – Glück für Sie, aber fast jede 3. Ehe wird geschieden. Hat nur der Mann die Policen, besitzt die Frau zwar einen Anspruch auf die Hälfte des in der Ehe angesammelten Deckungskapitals. Aber nur er kommt in den Genuss einer lebenslangen steuerbegünstigten Rente. Und die Frau? Meist bleibt dann gar nicht mehr die Zeit oder die Mittel noch eine ausreichende Vorsorge zu bilden.
Da Frauen statistisch gesehen sogar länger leben als die Männer, ist es hier meiner Meinung nach unbedingt Zeit aufzuwachen und für sich selbst was zu tun.

Frauen sollten sich mit dem Thema auseinandersetzen und zu einer Beratung gehen.
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Ehemänner zumeist gerne bereit sind die Beiträge in die private Altersvorsorge aufzuteilen, wenn die Frau hier entsprechende Wünsche äußert.
Oft sind die Frauen aber hier zu bequem, oder machen sich darüber keine Gedanken. Und die Männer sehen die Notwendigkeit nicht, bis man Sie Ihnen aufzeigt.
Frauen, egal ob verheiratet oder nicht sollten sich dringend mit dem Thema auseinandersetzen, auch wenn Shopping mehr Spaß macht.
Denn keine Rente – kein Shopping.

Geschrieben von Claudia Müller


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