Das Leben

05
Okt

Die Ankunft des schwarzen Schwans – Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse

Katastrophen schlagen deshalb so überraschend zu, weil die zugrunde liegenden Risiken im Vorfeld oft unterschätzt oder gänzlich übersehen werden.

2008 standen die Finanzmärkte kurz vor dem Kollaps. Das Atomunglück im Frühjahr 2011… Nun der Abgasskandal bei VW.

Was muss man über den schwarzen Schwan wissen: Er kommt in der Natur extrem selten vor. Noch wichtiger aber ist: es gibt ihn. Er ist das verkörperte Restrisiko, die lebende Wahrscheinlichkeit, dass alles anders kommt, als wir es erwartet haben.

Solide, unerschütterlich, vertrauenswürdig. Wer in VW investierte wähnte sich sicher. Eine Aktien-Legende stürzt tief.

Es ließen sich noch mehr Beispiele finden. Es scheint auch so, dass die Häufigkeit der schwarzen Schwäne zunimmt.

Nun könnte man meinen, dies wäre ein Plädoyer, die Aktienmärkte zu meiden. Weit gefehlt, denn es geht nicht um das ob, sondern um das wie. Mit jeder Geldanlage sollte man sich überlegen, welche Ziele verfolgt werden:

Ertrag?
Risiko/Sicherheit?
Verfügbarkeit?

Steht die kurzfristige Verfügbarkeit, sowie die Sicherheit in Vordergrund, so hat der Anleger an den Aktienmärkten nichts zu suchen. Geht es um einen langfristigen Sparplan, z. B. für die Altersvorsorge, spielen wiederum die Schwankungen (Risiken) sowie die Verfügbarkeit keine Rolle und die Ertragskarte kann stärker gespielt werden.

All dies unabhängig von der aktuellen Entwicklung der Finanzmärkte und unabhängig der schwarzen Schwäne…


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