Das Leben

09
Nov

Drohnen im Privateinsatz- mehr als nur ein Spielzeug!

Weihnachten steht bald vor der Tür und sicherlich werden auch in diesem Jahr lang gehegte Jugendträume von begeisterten „Piloten“ in allen Altersgruppen erfüllt, indem ein kleines Fluggerät unter dem Tannenbaum liegt.
Preiswert und leicht zu steuern, erfreuen sich die „Drohnen“ genannten Fluggeräte, stetiger Beliebtheit. Die weiter fallenden Preise tun ihr übriges zu einer immer weiteren Verbreitung dieser Freizeitgeräte.
Über behördliche Regelungen und Auflagen oder gar mögliche Versicherungsprobleme denken die wenigsten nach, wenn Sie ihre Drohne zum ersten Mal abheben lassen. Das ändert sich spätestens dann, wenn das Fluggerät auf ein Nachbarsauto knallt oder unauffindbar in einem Maisfeld abstürzt. In Kundengesprächen, die auf solche Vorkommnisse folgen, fallen dann die Wörter „hätte“ und „wenn“ sehr häufig. Damit Sie keine bösen Überraschungen erleben, sind wir für Sie da.

Führerschein? Genehmigung?
Das Luftverkehrsgesetz regelt, dass Modellflugzeuge und auch alle sonstigen unbemannten Fluggeräte, als Luftfahrzeuge gelten (§ 1 Abs. 2 LuftVG). Hierunter fallen auch alle sog. Drohnen.
Deshalb gelten auch für Drohnen die Regelungen der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung (LuftVZO). Informieren Sie sich in diesen Bestimmungen vorab, welche Regelungen für Ihre Drohne gültig sind. Diese sind von der Größe, Gewicht und Ausstattung Ihres Fluggerätes abhängig.

Haftung bei Schäden?
Wer einem anderen einen Schaden zufügt, muss dem Geschädigten gegenüber auch dafür haften. Dieser Grundsatz gilt so auch für den Gebrauch von Drohnen. Der Gesetzgeber hat bei der Versicherungspflicht aus gutem Grund keine Ausnahme für Drohnen geschaffen. Gerät eine Drohne außer Kontrolle, was je nach Größe bereits durch einen stärkeren Windstoß passieren kann, werden schnell Fahrzeuge oder Gebäude, im schlimmsten Fall auch Personen, geschädigt.

Genügt die Privathaftpflichtversicherung?
Seit der Neuregelung des Luftverkehrsgesetzes im Jahr 2009 gilt für alles, was aus eigener Kraft fliegen kann, eine Versicherungspflicht. Viele Tarife der Privathaftpflichtversicherung bieten aber nur dann Versicherungsschutz, wenn keine Versicherungspflicht besteht. Ein Problem!
Nur dann, wenn Ihre Privathaftpflichtversicherung eine entsprechende Regelung beinhaltet, benötigen Sie beim privaten Gebrauch Ihrer Drohne keine zusätzliche Versicherung. Gerne prüfen wir Ihren Versicherungsschutz auf die „Drohnendeckung“.
Achtung: Immer dann, wenn Sie Ihre Drohne gewerblich nutzen, benötigen Sie gesonderten Haftpflichtschutz. Hier genügt es bereits, dass Sie gegen Honorar z. B. Bilder vom Nachbarhaus oder Luftaufnahmen für das Imagevideo Ihrer Gemeinde erstellen. Hier dürfen Sie bitte nicht leichtsinnig sein, denn hier genügt die Privathaftpflichtversicherung definitiv nicht mehr!

Rechtsschutzversicherung?
Die Rechtsschutzversicherung ist das fachliche Gegenstück zur Haftpflichtversicherung. Da sich die Rechtsstreitigkeiten um den Gebrauch von Drohnen zusehends häufen, möchten wir auch hierauf aufmerksam machen. Kraft Gesetz zu Luftfahrzeugen gemacht, muss für eine Deckungszusage mindestens ein Verkehrs-Rechtsschutzvertrag bestehen, indem aber Luftfahrzeuge ausdrücklich eingeschlossen werden müssen. Einzelne Rechtsschutzversicherer bieten aber auch Deckung über einen Privat-Rechtsschutz. Deshalb empfehlen wir unbedingt, beim Versicherer konkret anzufragen und ggf. um eine schriftliche Bestätigung zu bitten. Natürlich sind wir auch hier gerne für Sie da.

Wie können Sie die Drohne selbst versichern?

Hausratversicherung?
Grundsätzlich ist Ihre Drohne bereits über die Hausratversicherung gegen die Gefahren Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Raub, Sturm, Hagel und – sofern gewählt – auch gegen Elementarschäden wie z. B. Überschwemmung versichert, solange sie sich im Haus/Wohnung befindet. Schäden, die entstehen, wenn man unterwegs ist (z. B. Absturz durch Defekt oder Fehlbedienung, etc.), lassen sich über die Hausratversicherung normalerweise nicht absichern.

Drohnenversicherung bzw. Drohnenkasko
Drohnenversicherungen bieten in der Regel einen deutlich umfangreicheren Schutz, bei dem auch an den aktiven Gebrauch des Fluggeräts gedacht wurde. Diese werden aber von den Versicherern erst für Fluggeräte ab einem Wert von 5.000 € angeboten.

Warum eine Unfallversicherung?
Wer seine Drohne kreisen lässt, verfolgt diese naturgemäß konzentriert mit den Augen. So abgelenkt, nimmt der Drohnenpilot seine Umwelt weniger wahr und kann auf drohende Gefahr nur entsprechend eingeschränkt reagieren. Seien es herankommende Fahrzeuge, herabfallende Gegenstände oder Unebenheiten und Treppenstufen auf dem Gelände, auf dem man sich befindet. Es empfiehlt sich daher, Ihren privaten Unfallversicherungsschutz zu prüfen. So sind auch „Bruchpiloten“ bestens geschützt.

Kommen Sie bei Fragen gerne auf uns zu.


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